cocommunication_b2b_b2c
© cocowerbung

B2B vs. B2C – Oder warum die Kraft der Marke allen hilft.

In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich der Stellenwert der Marke im gesellschaftlichen aber auch im unternehmerischen Umfeld stark gesteigert. Markenführung, Markencontrolling und Markenentwicklung wurden zu einem zentralen Anliegen des Marketings. Es sind vor allem Faktoren, wie eine hohe Dynamik des Wettbewerbs, die Aggressivität der Marktbegleiter und die wirtschaftliche Globalisierung, die viele Produkte und Unternehmen austauschbar erscheinen lassen. Eine starke Marke und strategische Markenkommunikation sind als effizientes Mittel gegen Vereinnahmung und Austauschbarkeit zu sehen.

Business-to-Consumer Unternehmen nutzen diese Instrumente bereits seit Jahrzehnten, nun beschäftigen sich immer mehr Business-to-Business Unternehmen ebenfalls mit dem Thema. Es stellt sich hier allerdings die Frage, ob in der Kommunikation zwischen Unternehmen die gleichen Regeln gelten, wie in der Kommunikation von Unternehmen zum Endverbraucher. Mit anderen Worten: Ist die Kommunikation für Wanderschuhen, Schokolade und Erfrischungsgetränken exakt gleich zu konzipieren wie für Maschinenteile, IT-Dienstleistungen oder technische Geräte? Im Grunde kann man die Frage mit JA beantworten, denn beide Rezipientengruppen vereint eine Tatsache: sie sind MENSCHEN! Auch B2B Entscheider wollen begeistert und inspiriert werden und Emotionen spüren. Den notwendigen Spagat zwischen Emotion, Information und Seriosität zu finden, scheint also das Gebot der Stunde zu sein. Diese Aufgabe kann eine starke Marke und strategische Markenkommunikation erfüllen.

Das es bei B2B Entscheidungen oft um sehr hohe Investitionen geht, ist die Vermittlung von Vertrauen eine wesentlicher Bestandteil jeder Kommunikationsstrategie, und hier hat der Kommunikationsdienstleister das gesamte Umfeld – mit allen beteiligten Teilzielgruppen – zu verstehen und in das Kommunikationsdesign gedanklich miteinzubeziehen. Dies erfordert in der Regel mehr Recherche und damit auch mehr Zeit. Sobald das Spielfeld für Experimente kleiner wird, sind Know-how und Erfahrung gute Begleiter. Da auch Inhalte wesentlich wichtiger sind und sehr oft ins Detail durchdacht und diskutiert werden, ist zwar einerseits eine hohe Affinität zum Thema notwendig, allerdings mahnen wir als Kommunikationsprofis auch oft zu einer bestmöglichen Simplifizierung, ohne die Qualität oder den Wert des Produktes zu schmälern. Und letztlich werden Entscheidungsprozesse im B2B Bereich sehr oft von heterogen Gruppierungen getroffen (Technik, Vertrieb, Einkauf, Geschäftsleitung …). Dabei ist eine multikanale, individuelle und adressatenbezogene Realisierung der Schlüssel zum Erfolg. Das erhöht zwar im ersten Augenblick den Aufwand, bringt aber aus unserer Erfahrung die notwendigen Ergebnisse.

Wer eingefahrene Wege verlässt, begibt sich zugegebener Maßen immer auf unbekanntes Terrain. Gerade im Branding- und Markenkommunikationsbereich sind mittelständische Unternehmen daher oft und gerne „auf der sicheren Seite“ – weil nicht zuletzt die Zeit oder notwendigen Ressourcen fehlen oder einfach eine lange persönliche Geschichte hinter dem Unternehmen steht. Nur auch in der Markenkommunikation gilt: Stillstand ist Rückschritt.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Top